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Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie

Schmerzausschaltung, Kontrolle, Aufrechterhaltung und Wiederherstellung der Vitalfunktionen sind die Kernaufgaben des Team der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie.

Anästhesisten sind verantwortlich für die Narkose bei operativen Eingriffen. Vor, während und nach einer Operation oder Diagnosemaßnahme kontollieren sie zudem die Vitalfunktionen Kreislauf, Atmung, Ausscheidung und Stoffwechsel. Sie sorgen für die Aufrechterhaltung und Wierderherstellung dieser Funktionen, auch bei Notfallpatienten wie z.B nach Unfällen.

Auf der interdisziplinären, operativen Intensivstation behandeln die Intensivmediziner und -pfleger kritisch kranke Patienten in enger Zusammenarbeit mit den anderen Fachkliniken des Brüderkrankenhauses.

Im Zentrum für Schmerztherapie versorgen speziell ausgebildete Mediziner und Therapeuten Patienten mit chronischen Schmerzzuständen multimodal zusammen mit anderen Fachdisziplinen nach einem biopsychosozialen Krankheitsverständnis, bei dem der Mensch in seiner Gesamtheit betrachtet wird.

Die Notfallmedizin mit der Organisation des Notarztdienstes und der Ausbildung von Rettungssanitätern gehört ebenfalls zum Leitstungsspektrum der Klinik. 

Unsere Leistungen
Unser Ziel: Ihnen Sicherheit zu geben und Schmerzen zu vermeiden.

Anästhesiologie

  • Allgemein- und Regionalanästhesie für Operationen: alle gängigen, inklusive kombinierter Verfahren
  • Anästhesien bei Endoskopien und in der chirurgischen und urologischen Ambulanz
  • Prä- und postoperative anästhesiologische Visite mit Aufklärungsgespräch und Anamnese in der Prämedikationsambulanz und auf den Stationen
  • Anlage von peripheren Venenverweilkanülen, Akutschmerzdienst, Anlage von patientenkontrollierten Schmerzpumpen (PCA/PCEA)
  • ZVK-Anlagen als Koniliardienst für andere Kliniken des Krankenhauses

Patienteninformation zur Prämedikationsambulanz / Narkosegespräch

Akutschmerzdienst: Zertifizierte Behandlung akuter Schmerzen nach einer Operation

Wir sind ein zertifizierter Akutschmerzdienst

Unsere Klinik gehört zu den 70 Krankenhäusern in Deutschland, die nach den S3-Leitlinien zur "Behandlung akuter perioperativer und posttraumatischer Schmerzen" vom TÜV Rheinland zertifiziert wurden.
Für Patienten, die sich einer Operation unterziehen müssen, bedeutet dies:

  • maximale Schmerzreduktion bei minimalen Nebenwirkungen
  • weniger Komplikationen
  • geringeres Risiko, chronische Schmerzen zu entwickeln
  • die Sicherheit, dass professionell ausgebildetes Fachpersonal die Schmerzen erkennt und behandelt. Sanft und sicher.

Patienteninformation zum Akutschmerzdienst

Intensivmedizin

  • Intensivüberwachung mit Kontrolle der Vitalfunktionen nach größeren Operationen oder Verlaufsbeobachtung bei lebensbedrohlichen Erkrankungen oder nach Unfall
  • Intensivbehandlung

 Informationen und Hilfe für Angehörige von Patienten auf der Intensivstation

Zentrum für Schmerztherapie

Behandlung von

  • Chronischen Kopf- und Gesichtsschmerzen
  • Chronischen Rückenschmerzen
  • Chronischen Schmerzen des Bewegungssystems
  • Neuropathischen Schmerzen wie Zoster-Neuralgie
  • Ganzkörperschmerzen (Fibromyalgie)
  • Schmerzen im Kindesalter
  • Tumorschmerzen
  • Schmerzen ohne erkennbare Ursache
  • allen weiteren Arten und Lokalisationen von Schmerzen
  • Voruntersuchungen für die stationäre Aufnahme in der Schmerztherapie
  • Nachuntersuchungen mit Beratung nach einer stationären Schmerztherapie

Informationen für Patienten mit chronischen Schmerzen

Notfall- und Rettungsmedizin

  • Notfallteam für innerklinische Notfälle
  • Präklinische Notfallmedizin (am Unfallort)
  • Organisation des Notarztstandorts am Brüderkrankenhaus St. Josef
  • Einsatz von Notärzten und Leitenden Notärzten
  • Mitarbeit im Arbeitskreis "Medizinische Beratung"
  • Aus- und Weiterbildung von Personal

Mehr über die Notfall- und Rettungsmedizin

Team & Kontakt

Chefarzt

Privatdozent Dr. med. Torsten Meier
Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie, stellv. Ärztlicher Direktor
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Sekretariat:

Chefarztsekretariat, Sekretariat der Schmerztherapie und Anmeldung Prämedikationsambulanz

Petra Meier-Tepper
Chefarztsekretärin
Details

Das Chefarztsekretariat befindet sich im 1. Obergeschoss, Raum 141. Folgen Sie bitte der Ausschilderung "Intensivstation".

Sekretariat Schmerztherapie

Olga Viel
Sekretariat der chronischen Schmerztherapie
Details

Das Sekretariat der Schmerztherapie befindet sich im 1. Obergeschoss am Ende der Station 1A.
Öffnungszeiten: Montag - Donnerstag, 08:00 - 16:00 Uhr, Freitag, 08:00 - 15:00 Uhr

Anmeldung Prämedikationsambulanz

Stefanie Engemann
Sekretariat Anästhesie, Anmeldung Prämedikationsambulanz
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Karin Hesse
Sekretariat Anästhesie, Anmeldung Prämedikationsambulanz
Details

Raum 142 (1. Etage). Folgen Sie bitte der Ausschilderung "Intensivstation".

Öffnungszeiten:

Montag bis Donnerstag: 08:00 -16:00 Uhr
Freitag: 08:00 - 12:00 Uhr

Infos für Patienten zum Narkosegespräch

Oberärzte

Dr. med. Friederike Reinsberger
Leitende Oberärztin
Fachärztin für Anästhesiologie, spezielle anästhesiologische Intensivmedizin, Zertifikat DEGUM
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Dr. med. Martin Leisin
Leitender Oberarzt im St.-Marien-Hospital Marsberg
Facharzt für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, spezielle Schmerztherapie
Details
Renate Menzel
Oberärztin
Fachärztin für Anästhesiologie, spezielle anästhesiologische Intensivmedizin, spezielle Schmerztherapie
Details
Oleg Seifert
Oberarzt
Facharzt für Anästhesiologie, Intensivmedizin
Details
Dr. med. Andreas Klaholz
Oberarzt, Ärztlicher Leiter Notarztstandort
Facharzt für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin
Qualifikation Leitender Notarzt, ATLS Provider; Zertifikat DEGUM
Details
Dr. med. Astrid Schmack, DEAA
Oberärztin
Fachärztin für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Notfallmedizin
spezielle anästhesiologische Intensivmedizin, OP-Koordination, Ärztliches Qualitätsmanagement, Qualifikation Leitende Notärztin, Zertifikat DEGUM I
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Dr. Edith Borgulya
Oberärztin
Fachärztin für Anästhesiologie
Details
Dr. med. Indira Ruch
Oberärztin
Fachärztin für Anästhesiologie, spezielle Schmerztherapie
Klinische Risikomanagerin (ONR 49003), Leitende Auditorin Qualitätsmanagement (DIN EN ISO 19011)
Details
Dr. med. Stefanie Fatehi
Oberärztin
Fachärztin für Anästhesiologie, spezielle anästhesiologische Intensivmedizin, Notfallmedizin, spezielle Schmerztherapie, Palliativmedizin, DEGUM Stufe I
Details
Florian Kroschel
Oberarzt
Facharzt für Anästhesiologie, Notfallmedizin, Intensivmedizin
Details

Das Team der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie

Das Team der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie
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Bewerberinfos

Mit uns zum Facharzt für Anästhesiologie

Gütesiegel Akademisches Lehrkrankenhaus Anästhesie

Liebe Bewerberin, lieber Bewerber, 

auf dieser Seite haben wir Ihnen einige Informationen zur Facharztweiterbildung in der Anästhesie zusammengestellt. Das Team der Klinik für Anästesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie arbeitet an zwei Standorten: im Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn und am St.-Marien-Hospital Marsberg.

Als eines der ersten von bislang nur wenigen Krankenhäusern in der Bundesrepublik ist das Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn für seine PJ-Ausbildung vom Medizinischen Fakultätentag der Bundesrepublik Deutschland e. V. (MFZ) mit dem MFT-Zert-Gütesiegel für seine "hervorragende PJ-Ausbildung in den Fachgebieten Chirurgie, Innere Medizin, Anästhesiologie, Orthopädie, Radiologie und Urologie" ausgezeichnet worden.

Weiterbildungsermächtigung nach WBO 2006

FachMonate nach WBO 2006
Anästhesiologie54volle Weiterbildung im Verbund möglich
Intensivmedizin24
Spezielle Schmerztherapie12inkl- konservative und konservativ-interventionelle Weiterbildungsinhalte
Notfallmedizin6

Ein persönlicher Mentor steht Ihnen für organisatorische Aspekte der Weiterbildung zur Verfügung.

Curriculum Facharztweiterbildung Anästhesiologie

ZeitraumInhalte / ZieleEmpfohlene Fortbildungen / Hospitationen
1. Weiterbildungsjahr

1. MonatEinführungsseminar

Geräteeinweisung

Gesprächsführung (Prämedikationsambulanz)

Allgemeine Schmerztherapie (Schmerzambulanz)

Notfalldiagnostik (Radiologie)

Transfusionsrichtlinien

Medikamentenanamnese/-interaktionen (Apotheke)

OP-Statut/ Einweisung in die Dokumentation (OP-Management)

Anästhesie in Theorie: Basics of Anesthesia (R. Miller) und Klinikleitfaden Anästhesiologie (Schäfer/Söding)
2. - 6. MonatNarkosen bei kleinen Eingriffen in der Allgemein- und Unfallchirurgie im Zentral-OPStrahlenschutzkurs (gebührenfrei)

Ein- und Ausleitung unter Oberarzt-Aufsicht

Sicheres Legen eines i.v. Zuganges

Platzierung einer LMA

Direkte Laryngoskopie und Intubation
7.-12. MonatPräoperative Evaluation und Prämedikation von ASA I-II PatientenKurs: "difficult airway management"

Einsatz in der Allgemein-, Unfall und Wirbelsäulenchirurgie und Urologie im Zentral OP

Atemwegsmanagement

Megacode-Team-Training

Hospitation auf der Intensivstation

Einsatz im Spätdienst

Jahresabschlussgespräch mit Chefarzt und Mentor
2. Weiterbildungsjahr

1.- 6. MonatPräoperative Evaluation und Prämedikation von ASA III-V PatientenDEGUM-Grundkurs

Einsatz in der Orthopädie im Zentral-OP

Theorie und Praxis der peripheren Regionalanästhesie

Legen einer art. Kanüle in Narkose

Interdisziplinäres Schockraumtraining

Einsatz im akuten Schmerzdienst

Einsatz im Bereitschaftsdienst
7. - 12. MonatEinsatz in der Urologie (Außenbereich)Notarztkurs

Legen einer SpA und eines lumbalen PDK unter OA AufsichtBegleitfahrten mit dem Notarzt

ZVK-Anlage unter OA Aufsicht in NarkoseDEGUM-Aufbaukurs

Jahresabschlussgespräch mit Chefarzt und Mentor
3. Weiterbildungsjahr


Einsatz in der HNO und Urologie (Außenbereich)Hospitation in der Kinderanästhesie

Ambulante EingriffeHospitation in der Gynäkologie

KinderanästhesieSeminar Einführung in die Intensivmedizin

Geburtshilfliche Anästhesie

Sicheres Legen von lumbalen PDKs

ZVK-Anlage/ art. Kanüle auch am wachen Patienten

Einsatz als Notarzt

Jahresabschlussgespräch mit Chefarzt und Mentor
4. WeiterbildungsjahrEinsatz in der Thoraxchirurgie und ACH (Oesophagus, Pankreas, Leber)Hospitation in der Neurochirurgie

Legen von thorakalen PDKs

Platzierung eines Doppellumentubus/ Bronchusblocker; ELV

Bronchoskopie

ZVK-Anlage in V. subclavia

Einsatz als Notarzt

Jahresabschlussgespräch mit Chefarzt und Mentor
5. WeiterbildungsjahrVermehrter Einsatz auf der ITSErlangung der Zusatzbezeichnung „Notfallmedizin“

Selbstständiger Einsatz in der Bronchoskopie mit Jet-VentilationRepetitorium Anästhesie

Selbstständiger Einsatz in der Gastroskopie mit schwierigem Atemweg

Anästhesie außerhalb des OPs (Herzkatheter/ Radiologie/ Strahlentherapie)

Einsatz als NotarztBesuch des Repetitoriums Anästhesie in Mayrhofen

Seminare zum Zwischenfallmanagement (Simulatortraining) werden im Rahmen der Weiterbildung durchgeführt

Jahresabschlussgespräch mit Chefarzt und Mentor

Anmeldung zur Facharztprüfung

Die zugrunde gelegte Konzeption soll den Rahmen abstecken, in dem der Assistenzarzt in Weiterbildung verlässlich und umfassend sowohl die theoretischen Kenntnisse als auch praktischen Fertigkeiten zum Facharzt erlangt. Den Anforderungen im Weiterbildungscurriculum der Ärztekammer wird damit im vollen Umfang entsprochen.

Ein Oberarzt der Klinik ist ausdrücklich und allein für die Ausbildung der Weiterbildungsassistenten zuständig und verantwortlich. Er steht für Fragen, Ausbildung, problemorientiertes Lernen ebenso wie für praktisches Üben am Modell oder patientennaher Anleitung zur Verfügung.

Als Leitgedanke der Weiterbildung gilt: Wir wollen nichts versprechen, was wir nicht einhalten können. Jeder ärztliche Mitarbeiter soll stets seinem Weiterbildungsstand angemessen individuell gefördert werden und gefordert sein, um sich persönlich weiterentwickeln zu können.

Hierfür findet am Ende eines jeden Weiterbildungsjahres ein Fachgespräch mit dem Chefarzt der Klinik als Weiterbildungsermächtigten in Anwesenheit des Ausbildungsoberarztes statt. Hier werden die bisher erworbenen Fertigkeiten und theoretischen Kenntnisse mit dieser Weiterbildungskonzeption abgeglichen und davon ausgehend mit dem Weiterbildungsassistenten gemeinsam die weiteren Ziele gemäß seiner Stärken und Interessen definiert. Damit wird postuliert, dass der Weiterbildungsassistent seine Entwicklung entscheidend mitbestimmen soll und kann.

In die Konzeption der Weiterbildung sind auch ergänzende externe Kurse eingearbeitet, für die entsprechend Fortbildungsurlaub gewährt werden kann, und die Teilnahmegebühr im Rahmen des klinikeigenen Fortbildungsetats übernommen wird.

Zusammenfassung Logbuch Anästhesiologie

Inhalte, Untersuchungs- und BehandlungsmethodenRichtzahl gesamt
Gesamtnarkosen1800
davon in ITN
davon in LMA
davon abd. Eingriff300
Eingriffe in der Geburtshilfe50
davon bei Kaiserschnitten25
Eingriffe im Kopf-Halsbereich (Auge, HNO, MKG, NCH)100
Kinderanästhesie (< 5. Lj)50
Ambulante Eingriffe100
Rückenmarksnahe Regionalanästhesie100
davon in Spinalanästhesie
davon mit thorakalem PDK
davon mit lumbalem PDK
Periphere Nervenblockade50
Intrathorakale Eingriffe25
Intrakranielle Eingriffe25
Fiberoptische Intubationsverfahren25
ZVK-Anlage50
davon in v. subclavia
davon als Sheldon-Katheter
davon als PAK
Art. Kanüle
davon als PICCO
Einsatz auf der Intensivstation12 Monate
Behandlung von Pat. mit Störung von mind. 2 Organsystemen100
Differenzierte Beatmungsformen inkl. Weaning50
Bronchoskopie
Tracheotomien
Legen einer Thoraxdrainage
Kardiopulmonale Reanimation10
Infusions-, Transfusions- und Blutersatztherapie50
Konzept zur enteralen und parenteralen Ernährung
Hospitationen
Fortbildungen, bzw. Zusatzqualifikationen
Promotion

Fortbildungsveranstaltungen

Neben dem persönlichen Studium zu Hause finden regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen statt, die aus der Klinik selbst organisiert werden:

  • Wöchentliche interne Kurzfortbildungen im Rahmen der anästhesiologischen Frühbesprechung für alle Ärzte der Klinik
  • Monatliche 90-minütige Anästhesie- und Schmerztherapiefortbildung mit oft auswärtigen Referenten
  • Theoretische Schulungen für Weiterbildungsassistenten zu praxisnahen Anästhesiethemen inkl. Geräteeinweisung

Die Fortbildungen gelten als Arbeitszeit.

Simulationstrainings für den Ernstfall

Simulationstraining Anästhesie

Bei Patienten ohne Vorerkrankung kommt es bei einer von 100 000 Operationen zu einem Narkosezwischenfall. Zu selten, um als Anästhesist oder OP-Pfleger Routine zu entwickeln. Mit einem Simulatortraining für Mitarbeiter sorgt man für mehr Sicherheit im Fall der Fälle. Bei "Patient" Franz Baumann kommt es während einer Darmoperation zu Kammerflimmern. Sofort starten die Ärzte die Wiederbelebung mit einer Druckmassage und versorgen den Patienten mit Sauerstoff. Währenddessen verständigt ein Pfleger dasHerzkatheterlabor zwei Stockwerketiefer, wo die Kardiologen sofort allenötigen Schritte für die Weiterbehandlungin die Wege leiten.Glücklicherweise ist dieses Szenarionur nachgestellt. Franz Baumann ist eine Puppe und Teil eines einwöchigen Simulationstrainings, welchesalle 30 Narkoseärzte und die 17 Anästhesie-Schwestern und -Pfleger im Brüderkrankenhaus durchlaufen. Der Initiator, Chefarzt Privatdozent Dr. Torsten Meier, begründet diesesTraining so: "Zu einem solch dramatischen Zwischenfall kommt es so selten, dass die meisten Kollegen ihn während ihrer gesamten Laufbahnmeist nicht erleben. Das Narkoserisiko liegt bei einem gesunden Patientenbei eins zu 100 000, bei Patienten mit Vorerkrankungen oder Risikofaktoren bei eins zu 10 000. Umso wichtiger ist es, dass gesamte Team aus Medizinern und Pflegenden auf den Ernstfall vorzubereiten. Das Training im geschützten Raum gibt Sicherheit und Selbstvertrauen und stärkt den Teamgeist. So erreichen wir unser oberstes Ziel: die Sicherheit für unsere Patienten zu erhöhen." Nach dem Training wechselt das Team vom OP in den Besprechungsraum und analysiert den Videomitschnitt. Haben alle Beteiligten angemessen und schnell reagiert? Es herrscht ein offener Umgang, so dass jeder sich kontinuierlich verbessern und weiterentwickeln kann. Am Szenario von "Patient Baumann"gibt es nur wenig zu kritisieren, alle haben gut und schnell reagiert, verstehensich scheinbar blind. "Patient Baumanns" Zustand ist stabil, doch nicht mehr lange: der Regisseur programmiert ihn für das nächste Szenarioin gut einer Viertelstunde. Diesmal wird er plötzlich Hirnbluten bekommen. Durchgeführt wird das Training vom AQAI-Simulationszentrumunter der Leitungvon Prof. Dr. Wolfgang Heinrichs, welches sich als Initiative zur Verbesserung der Qualität in Anästhesie und Intensivmedizin versteht. Der Verein Freunde und Förderer des Brüderkrankenhaus St. Josef hat die jährlichen Trainings durch einegroßzügige Spende von 3 000 € mitfinanziert. 

Stellenplan

1 Chefarzt, 2 leitende Oberärzte, 10 Oberärzte, 19 Assistenzärzte

Arbeitszeit und Teilzeitmöglichkeit

Die übliche Arbeitszeit ist von 07:20 Uhr bis 16:30 Uhr.

Die derzeitige Bereitschaftsdienstregelung entspricht unter Berücksichtigung der Ausnahmeregelung bei 24-stündigem Dienst dem Arbeitszeitschutzgesetz. Je nach Stellenplanbesetzung und Urlaubszeit fällt Mehrarbeit im Bereich des Nachmittages in Form von praeoperativen Visiten nach der Regelarbeitszeit und überhängend auslaufender OPs aus dem Regel-OP-Programm an. Es wird das Prinzip der "Vertrauensarbeitszeit" befolgt. Hierzu existieren bewährte Absprachen: So werden im Rahmen der Gewährung von Dienstbefreiung/Freizeitausgleich nach den nächtlichen Bereitschaftsdiensten die Mehrarbeitsstunden adäquat ausgeglichen. Dem entsprechend wird Freizeitausgleich nach dem Bereitschaftsdienst gewährt.

Teilzeitarbeit
Wenn Sie dies wünschen, können Sie bei uns auch in Teilzeit arbeiten. Die Planung der Bereitschaftsdienste und Arbeitszeiten unter der Woche können flexibel und großzügig geregelt werden. Wir gehen auf Ihre individuellen Bedürfnisse ein.

Arbeitszufriedenheit
Bei Ihrer ärztlichen Tätigkeit werden Sie durch ein Team von Sekretärinnen unterstützt. Der Ärztliche Schreibdienst unterstützt Sie bei Schriftarbeiten. Bei der praeoperativen Visite ambulanter Patienten werden sämtliche verwaltungstechnischen Aufgaben von den Sekretärinnen erledigt, so dass sich der Anästhesiearzt auf die reine Anamnese und Aufklärungsarbeit beschränken kann.
Unsere Klinik weist eine geringe Personalfluktuation auf, was sicherlich für die allgemeine Zufriedenheit der Ärzte mit den Arbeitsbedingungen spricht.

Informationen für Studenten im Praktischen Jahr, Famulanten und Hospitanten

Sie sind uns als Studentinnen und Studenten im Praktischen Jahr oder vorher als Famulantinnen und Famulanten herzlich willkommen.
Sie können Ihre Zeit bei uns aktiv mitgestalten, denn wir gehen auf Ihre individuellen Fähigkeiten ein. Neben der reinen Hospitation besteht die Möglichkeit zur eigenständigen Durchführung von invasiven Verfahren unter direkter Anleitung wie intravenöse Venenpunktion, Maskenbeatmung, Anlage von Larynxmasken, endotracheale Intubationen bis hin zur selbständigen Durchführung von Spinalanästhesien und Anlagen von zentralen Venenkathetern zum Ende des Ausbildungszeitpunktes bei besonderer Eignung. Die Ausbildung findet in der Regel unter der ständigen Aufsicht eines Facharztes statt. Es besteht die Möglichkeit zur Begleitung von Notarzteinsätzen und zur Hospitation auf der Intensivstation mit Assistenz bei der Durchführung der tägliche Routineuntersuchungen, dem Verfassen von Therapieplänen zur Behandlungsfestlegung, Mithilfe bei invasiven Maßnahmen wie ZVK-Anlagen, Tracheotomien, Nierenersatzverfahren und Bronchoskopien.

Mehr Infos zum PJ im Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn

Hospitation
Gerne können Sie bei uns einige Tage, eine oder mehrere Wochen hospitieren. Sie begleiten einen Arzt bei seinen Tätigkeiten (Narkosen, Prämedikationsvisiten, Versorgung der Intensivpatienten, Schmerztherapie).


PJ-Curriculum Anästhesie

"Gute Betreuung" - Erfahrungsberichte und Evaluation der Weiterbildung

Hier geht es zu den Erfahrungsberichten auf www.pj-ranking.de und www.famulatur-ranking.de 

Zur Evaluation der Weiterbildung:  Befragung der Assistenzärzte durch die Ärztekammer Westfalen-Lippe.



Bewerbung und Kontakt

Privatdozent Dr. med. Torsten Meier
Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie, stellv. Ärztlicher Direktor
Details
Sekretariat:
Fachinfos

Offene interdisziplinäre Schmerzkonferenz

Die für Ärzte und Psychologen offene interdisziplinäre Schmerzkonferenz findet jeden 2. Donnerstag im Monat im Café-Restaurant Ambiente des Brüderkrankenhauses St. Josef Paderborn statt. Im Juli und August entfallen die Veranstaltungen. Zu den aktuellen Fortbildungen

Die Termine sind im "Westfälischen Ärzteblatt" veröffentlicht. Die Fortbildungsmaßnahme ist im Rahmen der "Zertifizierung der freiwilligen Ärztlichen Fortbildung" der Ärztekammer Westfalen-Lippe mit insgesamt 4 Punkten (Kategorie C) anrechenbar.

Wir laden Sie herzlich ein, Ihre Patienten vorzustellen. Hierzu bitten wir um telefonische Absprache mit:

Petra Meier-Tepper
Chefarztsekretärin
Details

Wissenschaftliche Schwerpunkte und Veröffentlichungen

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