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24.10.2014

Neuer Erweiterungsbau am Brüderkrankenhaus St. Josef

Sanitätshaus und neues Zytostatikalabor feiern Richtfest. Allmählich wird es eng auf dem Gelände des Brüderkrankenhauses St. Josef in Paderborn. Auf einem der letzten unbebauten Grundstücksteile an der Husener Straße feierte ein neues viergeschossiges Gebäude jetzt Richtfest.

Auf rund 1700 Quadratmetern wird es ein neues Sanitätshaus, eine Erweiterung des Krankenhauslogistikzentrum paderlog beherbergen sowie Raum für verschiedene Fachabteilungen bieten. Kernstück ist die Erweiterung des so genannten Zytostatikalabors des paderlog, in dem unter Reinraumbedinungen Medikamente zur Krebsbekämpfung, gemeinhin Chemotherapien genannt, hergestellt werden. Um den Baugrund zu schaffen, musste zuerst der zentrale Sauerstofftank der Klinik versetzt werden. Kein leichtes Unterfangen, da eine kontinuierliche Versorgung der Patienten mit dem lebensnotwendigen Gas sichergestellt werden musste. Immerhin „veratmen“ die jährlich rund 60.000 Patienten des Brüderkrankenhauses pro Monat 8.000 Liter flüssigen Sauerstoff. Danach konnte im April dieses Jahres mit dem Bau begonnen werden. Die Fertigstellung ist im Februar nächsten Jahres geplant.
Dann wird im Erdgeschoss das Sanitätshaus der Barmherzigen Brüder Trier einziehen, das es zwar schon gibt, aber derzeit eher notdürftig im Technikgebäude untergebracht ist. Im Neubau stehen dann auch für außerhäusige Kunden angemessene Laden- und Ausstellungsräume zur Verfügung. Angeboten werden Produkte der Orthetik, Prothetik, Stomaversorgung, enteralen Ernährung, Fertigbandagen, Unterarmgehstützen, Kompressionstherapien und Inkontinenzversorgung und Schuheinlagen nach Maß.
Von den rund 4,4 Mio. Euro Baukosten entfällt allein eine Million auf das Zytostatikalabor, das die neuesten der stetig steigenden Anforderungen an die Zubereitung dieser speziellen Medikamente erfüllt. Spezielle Luftfilter und Absaugvorrichtungen sowie ein Schleusensystem sorgen für die Qualität der Produkte als auch für den Arbeitsschutz der Mitarbeitenden. In einem aufwändigen Klassifizierungsprozess wird die Einhaltung dieser Vorschriften überwacht. Eine eigene Technikzentrale auf dem Dach des Gebäudes sorgt für die notwendigen Voraussetzungen.

Das Labor stellt derzeit jährlich 20.000 Zubereitungen her und beliefert außer dem Brüderkrankenhaus selbst etwa zehn weitere Krankenhäuser in OWL, im Sauerland und Lipperland.
Da auch das Thema Hygiene im Krankenhaus eine immer größere Rolle spielt, findet auch der erweiterte Mitarbeiterstamm dieser Abteilung hier neue Arbeitsräume ebenso wie die Praxis des Betriebsarztes. Einziehen wird auch der Psychologische Fachdienst, der sich besonders um Patienten mit Krebserkrankungen kümmert.
Beteiligt sind an der Erstellung des Baus soweit wie möglich Firmen aus dem heimischen Umfeld. Entworfen wurde er von der ArchitektengruppenNaujak Rind Hof aus Koblenz.

Freuen sich über das Richtfest bei der neuesten Erweiterung des Brüderkrankenhauses St. Josef: (v.l.) stellv. Pflegedirektorin Sigrid Krause, Verwaltungsleiter Markus Illigens, Technischer Leiter Markus Jordan, Chefapotheker Burkhard Backhaus und Hausoberer Christoph Robrechtzoom
Freuen sich über das Richtfest bei der neuesten Erweiterung des Brüderkrankenhauses St. Josef: (v.l.) stellv. Pflegedirektorin Sigrid Krause, Verwaltungsleiter Markus Illigens, Technischer Leiter Markus Jordan, Chefapotheker Burkhard Backhaus und Hausoberer Christoph Robrecht
So soll die Erweiterung des paderlog nach der Fertigstellung aussehen.
So soll die Erweiterung des paderlog nach der Fertigstellung aussehen.
 
 
 
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