Abschied von Verstorbenen

Der Abschied von einem verstorbenen Menschen, der Ihnen nahe steht, ist ein bedeutsamer Moment. Das bewusste Abschied nehmen kann Ihnen helfen, den Tod - buchstäblich - zu begreifen und Ihren Verstorbenen „loszulassen“. Die Begegnung gibt Ihnen Raum für persönliche Zeichen und Gesten, in denen Sie Wertschätzung, Achtung, Dankbarkeit und Liebe zum Ausdruck bringen können. Sie kann auch einen versöhnenden Charakter haben. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Seelsorgeteams unterstützen und begleiten Sie dabei gerne. Die Abschiednehmenden entscheiden, ob dies durch Gebet und Segen oder ohne religiöse Zeichen geschehen soll.

 

Sofern Sie keine Möglichkeit hatten, von Ihrem Verstorbenen im Patientenzimmer Abschied zu nehmen, bieten wir Ihnen dazu Gelegenheit im Verabschiedungsraum. Dieser dafür eigens eingerichtete Raum wirkt durch seine ruhige und stimmungsvolle Atmosphäre, die Ihnen einen würdevollen Rahmen für Ihren Abschied schenkt.  

Nachstellung einer Aufbahrung im Verabschiedungsraum
Nachstellung einer Aufbahrung im Verabschiedungsraum

Der Verabschiedungsraum

Sobald man den Raum betritt, leuchtet ein vom Boden bis zur Decke reichendes Glasbild auf, dessen künstlerische Gestaltung den Übergang des Lebens zum Ausdruck bringt. Der dunkle Holzfußboden gibt dem Raum eine warme Farbe und erdet diejenigen, die ihn betreten. Die reduzierte Ausstattung und das Glasbild, das dem Ort eine Mitte gibt, richten die Konzentration auf das Wesentliche – den Verstorbenen.

 

Für Angehörige, die ihren Verstorbenen auf dem Patientenzimmer nicht mehr rechtzeitig aufsuchen konnten, haben wir mit diesem stimmungsvollen Raum einen Ort geschaffen, an dem sie gut Abschied nehmen können. Die besondere Atmosphäre dieses Ortes soll außerdem unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Bestattern, die einen Leichnam umbetten und versorgen, ihre Arbeit erleichtern.
 

Die Umgestaltung des Abschiedsraumes erfolgte auf Initiative eines Kurses der Krankenpflegeschule unter der Leitung von Ulrich Griegoleit. Eine Projektgruppe um Elmar Marx und Markus Jordan griff die Ideen und Vorschläge auf und führten sie – unter Beteilung der Schülerinnen und weiterer Mitarbeitenden – zu dem oben beschriebenen Abschluss. Das Glasbild stammt von den Künstlern Michael Lönne und Jörn Neumann, die auch die Fenster der Eingangshalle gestaltet haben. Die Neugestaltung dieses Raumes ist Teil der Weiterentwicklung unserer Kultur des Umgangs mit Sterbenden, Verstorbenen und deren Angehörige. Sie unterstreicht den Anspruch unseres Hauses, der Würde des Menschen in allen seinen Lebensphasen Ausdruck zu verleihen und sie zu respektieren.
Elmar Marx
Stellvertrender Hausoberer, Vorsitzender des Klinischen Ethikkomitees
Telefon: +49 (0)5251 702-1015
e.marx@bk-paderborn.de