Ethische Fragen im Krankenhaus
Der rasante Fortschritt in Medizin und Pflege führt nicht nur zur ständigen Verbesserung der Diagnose- und Therapiemöglichkeiten. Zugleich konfrontiert er Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Patienten und deren Angehörige zunehmend mit ethischen Fragen:
Was können wir tun? Was dürfen wir tun? Was müssen wir tun?
Dürfen wir alles, was wir können? Welche Folgen sind zu bedenken?
Dieselben Fragen stellen sich auch die Verantwortungsträger der Einrichtungen angesichts knapper werdender finanzieller und personeller Ressourcen sowie des steigenden wirtschaftlichen Drucks auf die Krankenhäuser. Die Kluft zwischen dem professionell Machbaren, dem menschlich Vertretbaren und dem finanziell Leistbaren ist breiter geworden. Bei der Suche nach verantwortbaren Lösungen hat das christliches Menschenbild in unseren Einrichtungen einen hohen Stellenwert.
Um sich mit solchen komplexen Themen und Fragen fachlich und kompetent auseinanderzusetzen und praktische Konsequenzen für konkrete Arbeit zu ziehen, existiert seit August 2008 ein für das Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn und das St.-Marien-Hospital Marsberg gemeinsames Klinisches Ethikkomitee, dessen Amtszeit bis 2011 ging. Seit Ende 2011 arbeitet das Komitee in veränderter Besetzung.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedensten Bereich der Klinik bilden das Ethikkomitee
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Klinisches Ethikkomitee
Das Klinische Ethikkomitee versteht sich als ein Forum, in dem ethische Fragen des klinischen Alltags bearbeitet werden. Mitglieder sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beider Krankenhäuser aus den Bereichen Medizin, Pflege, Krankenhausleitung, Seelsorge, Psychologie und Sozialdienst. Sie bilden eine interdisziplinäre Plattform, auf der anstehende oder bereits getroffene Entscheidungen in den Bereichen Medizin, Pflege, Organisation und Ökonomie ethisch reflektiert und aufgearbeitet werden. Das Ethikkomitee kann in allen ethisch relevanten Fragestellungen, die sich in den Häusern ergeben, von jedem Mitarbeiter, den Direktorien sowie von Patienten und Angehörigen angefragt werden.
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