Besonders bei dem im Brüderkrankenhaus häufig durchgeführten künstlichen Gelenkersatz von Hüfte, Knie, Sprunggelenk, Schulter und Zehen erhalten die Studenten in Kleingruppen neben dem praktischen Wissen vor allem bleibende Eindrücke über den Bewegungsapparat. Nach einer Einweisung in die strengen Sterilitätsvorgaben im Operationssaal verfolgen die angehenden Sportmediziner den Eingriff hinter einer Glaswand in einem Rein-Raum mit gefilterter Luftzufuhr und vertiefen so wichtige Eindrücke des Lernstoffes. “Ich hätte nie gedacht, dass man über derartig kleine Schnitte mit so großer Muskelschonung und geringem Blutverlust künstliche Gelenke einsetzen kann. Ich habe mir die Eingriffe immer viel größer vorgestellt”, schildert Studentin Lisa Hagen ihre Eindrücke.
“Den Studenten kann ich so plastisch und praktisch die anatomischen Grundlagen und therapeutischen Möglichkeiten im Bereich der Sportorthopädie näherbringen. Dies hilft ihnen später im täglichen Leben der sportmedizinischen Praxis. Ich freue mich, dass wir in Kooperation mit der Paderborner Hochschule im Brüderkrankenhaus St. Josef eine sinnvolle Ergänzung für den studentischen Betrieb schaffen konnten. Auch die überfüllten Hörsäle während der Vorlesungen haben mich dazu veranlasst, hier eine Alternative anzubieten und Kleingruppen-Unterricht stattfinden zu lassen”, so Prof. Dr. Lindner.
Für das Operationsteam sind die Gäste ein gewohntes Bild, werden doch bereits seit vielen Jahren auswärtige Ärzte in den besonders schonenden Operationstechniken regelmäßig am Brüderkrankenhaus ausgebildet.