Medizinisches Versorgungszentrum

Als Ärztlicher Leiter wurde der Leitende Arzt der Klinik für Nuklearmedizin am Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn, Dr. Jens Czyborra-Brinkmann benannt. Die Strahlentherapie wird vertreten durch die langjährigen Oberärzte Dr. Gabriele Lubinski-de Lange und Dr. Klaus Plitt. Die neue Einrichtung der Barmherzige Brüder Trier-Gruppe ermöglicht eine umfassendere Patientenversorgung in den beiden Fachgebieten, die seit langem sowohl zum stationären als auch ambulanten Leistungsangebot des Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn gehören. Neben einem erweiterten therapeutischen Angebot ist nun auch die verstärkte Erbringung ambulanter nuklearmedizinscher Leistungen möglich. Dazu Geschäftsführer Siegfried Rörig: „Durch die Struktur des MVZ ist es uns möglich, unseren Patienten den hohen diagnostischen und therapeutischen Standard auch unabhängig von einem Krankenhausaufenthalt anzubieten. Die engere Verzahnung von ambulantem und stationärem Bereich begünstigt den Arzt-Patienten-Kontakt von der Diagnostik über die Behandlung bis zur Nachsorge. Zuweiser und Patient haben einen konstanten Ansprechpartner.“
 

Mit Gammakameras der neuesten Generation dem Tumor auf der Spur

Zwei Gammakameras der neuesten Generation ermöglichen seit Ende August 2009 eine verbesserte Diagnostik in der ambulanten und stationären Nuklearmedizin am Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn.
 
Eingesetzt werden die Kameras hauptsächlich, um gut- und bösartige Erkrankungen der Schilddrüse zu entdecken oder Tumore aufzuspüren. Die Gammakamera erstellt ein so genanntes Szintigramm, ein Bild auf dem der Nuklearmediziner Krebszellen und Entzündungsherde am Knochen erspähen kann. Bei der Untersuchung bekommt der Patient ein radioaktiv markiertes Medikament verabreicht, welches sich in dem zu untersuchenden Zielorgan anreichert. Die Kamera fängt die abgegebene Strahlung auf und liefert das entsprechende Bild. Tumorszintigramme funktionieren nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip. Ein spezieller Antikörper gleitet wie ein Schlüssel in das Schloss auf der Oberfläche des Tumors und macht diesen dadurch sichtbar. Das Team der Nuklearmedizin am Brüderkrankenhaus fertigt täglich rund 80 Szintigramme an. Durch das im Juli 2009 gegründete Medizinische Versorgungszentrum am Brüderkrankenhaus St. Josef mit den Fachabteilungen Nuklearmedizin und Strahlentherapie konnten das therapeutische Angebot und die ambulanten Leistungen wesentlich erweitert werden.
Der Leitende Arzt der Klinik für Nuklearmedizin und des MVZ Dr. Jens Czyborra-Brinkmann erläutert die Vorteile der neuen Geräte für den Patienten: „Wir haben die schnellsten Kameras, die es derzeit auf dem Markt gibt. Während die Untersuchung eines Organs früher eine Stunde dauerte, können wir nun in 15 Minuten eine dreidimensionale Ganzkörperuntersuchung durchführen. Das offene System macht die Untersuchung auch für klaustrophobische Patienten angenehm.“
 
Die Strahlenbelastung, die ohnehin geringer ist als bei vergleichbaren Röntgenuntersuchungen, ist durch die neue Technologie auf ein Minimum reduziert worden. Das Brüderkrankenhaus investierte insgesamt etwa 1,5 Mio. Euro in die Geräte der Firma Philips und den Umbau der Untersuchungsräume. Einsatzmöglichkeiten ergeben sich auch in der Demenz- und Parkinson-Diagnostik.
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Das Team des MVZ Strahlentherapie und Nuklearmedizin
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Das Team des Medizinischen Versorgungszentrums des Brüderkrankenhauses St. Josef: Geschäftsführer Siegfried Rörig, Leitender Arzt Dr. med. Jens Czyborra-Brinkmann, Dr. med. Gabriele Lubinski de Lange, Fachärztin für Strahlentherapie, Dr. med. Klaus Plitt, Facharzt für Strahlentherapie und der Ärztliche Direktor des Brüderkrankenhaus St. Josef Dr. med. Horst Leber