Über 1000 km ist er von Exeter in England nach Paderborn gefahren, um hier seine Hüftprothese implantiert zu bekommen. Der gute Ruf der Klinik für Orthopädie und orthopädische Chirurgie am Brüderkrankenhaus St. Josef, aber auch der schlechte Zustand des englischen Gesundheitswesens haben Mr. Fox nach eigenen Angaben veranlasst, sich andernorts die Hüftprothese implantieren zu lassen.
Die Unzufriedenheit mit dem eigenen Gesundheitswesen veranlasst jährlich Hunderte von Engländern, ihre Therapie im Ausland zu suchen. Für eine normale Hüftprothese wartet der Engländer im Durchschnitt 186 Tage; für eine Knieprothese werden sogar über 200 Tage benötigt, um einen Operationstermin zu vereinbaren. Bis man auf eine derartige Warteliste kommt, vergehen in der Regel nochmals mehr als 6 Monate, bevor ein Sprechstundentermin in einem der englischen Krankenhäuser ausgemacht werden kann. Auch weiß man oft nicht, von wem man letztendlich operiert wird.
Die Operation der Hüftendoprothese des Mr. Fox in der Orthopädischen Klinik des Brüderkrankenhauses St. Josef ist erfolgreich verlaufen. Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Norbert Lindner sagt: „Wir haben den Patienten bei uns mit der modernsten minimalinvasiven Operationstechnik und einer optimalen Endoprothese versorgen können. Er konnte bereits nach wenigen Tagen wieder schmerzfrei voll belasten.“
Da in England auch Anschlussheilbehandlungen wie eine Reha-Maßnahme nicht vom Gesundheitswesen bezahlt werden, hat Mr. Fox auch diese in Deutschland geplant und wird sich in Bad Driburg weiter therapieren lassen.
Nachteil für Mr. Fox ist, dass er sämtliche Kosten aus eigener Tasche bezahlen muss.
„Meine Hüfte ist mir den finanziellen Aufwand wert. Ohne Operation oder bei einem schlechten Operationsergebnis wäre ich für den Rest meines Lebens stark behindert und dies habe ich durch die optimale Operation durch Dr. Lindner und sein Team in Paderborn vermeiden können.“
Bereitet die Gesundheitsreform den Weg in die Staatsmedizin?
Lindner hofft, dass die anstehende Reform des Gesundheitswesens in Deutschland nicht eine ähnliche Staatsmedizin wie in England entstehen lässt.
„Im Interesse unserer Patienten wollen wir auch in Zukunft eine erstklassige Versorgung sicherstellen. Ich hoffe, dass die Politik hier ein Einsehen zeigt“, meint dazu der Cheforthopäde.
Aufgrund der Anwendung der minimalinvasiven Operationstechnik und höchster Qualitätsstandards hat die Orthopädische Klinik bereits im Bereich der Endoprothetik im Sinne der Patienten eine deutliche Verkürzung des stationären Aufenthaltes erzielen können.
„Unsere Patienten sollen möglichst schnell wieder in den Alltag integriert werden, was neben dem positiven Effekt für die Patienten zusätzlich auch die Kosten reduzieren und damit dem Gesundheitswesen insgesamt hilft“, so der Cheforthopäde.