Die durch die Erkrankung entstehenden Kosten schätzen Spezialisten auf 500 Millionen Euro pro Jahr. Bei einer Sterblichkeitsrate von 5-8% ist die Lungenentzündung die sechsthäufigste Todesursache in Deutschland. „Diese Zahlen sind Grund genug, dem Erreger einmal näher auf die Spur zu kommen“, sagte sich Prof. Dr. Wolfgang Petermann, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Brüderkrankenhaus St. Josef und überzeugte damit auch seine beiden Oberärzte Dr. Hans Christian Buschmann und Dr. med. Ralf Kröning. Sie forschen in einem nationalen Netzwerks an den Ursachen der gerade bei älteren und schwachen Menschen lebensbedrohlichen Erkrankung.
„Leider fehlen in Deutschland immer noch zuverlässige Daten zu den möglichen Erregern, ihrem Verhalten im menschlichen Organismus, zum Krankheitsverlauf und warum sich Resistenzen bilden. Internationale Behandlungsleitlinien und Empfehlungen lassen sich nicht eins zu eins auf Deutschland oder speziell auf das Paderborner Land übertragen. Wir haben im Laufe unserer Forschungen gemerkt, dass es nationale und regionale Unterschiede gibt“, erklärt Dr. Hans Christian Buschmann, Leitender Arzt am Lungenzentrum des Brüderkrankenhauses. Je genauer man die Erreger kennt, desto besser lassen sich neue Therapien gegen die die Ambulant Erworbene Pneumonie (CAP), wie die Lungenentzündung in der medizinischen Fachsprache heißt,
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Im Lungenzentrum am Brüderkranhaus St. Josef Paderborn entwickeln Internisten und Thoraxchirurgen gemeinsam auf den Patienten abgstimmte Behandlungspfade.
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