B+V Laborzentrum rund um die Uhr im Einsatz

Brüder und Vincenz eröffnen gemeinsames Laborzentrum

Am 4. Dezember 2006 hat die B + V Laborzentrum GmbH die Versorgung des Brüderkrankenhauses St. Josef und des St. Vincenz-Krankenhauses übernommen. In einem zweiten Schritt erbringt das Zentrallabor seit dem 27. Dezember 2007 die Leistungen für die Laborgemeinschaft der niedergelassen Ärzte in Paderborn und Marsberg. Ab Mitte 2007 bestimmt B + V auch die Routinelaborparameter für das St.-Marien-Hospital Marsberg und für das St.-Josefs-Krankenhaus in Salzkotten.

Seit Anfang 2005 beschäftigten sich die verantwortlichen Gremien der beteiligten Krankenhäuser mit der Vision eines gemeinsamen klinischen Labors. Entgegen dem im Krankenhausbereich vorherrschenden Trend, die Krankenhauslabore an einen überregionalen Laboranbieter zu vergeben, sollte nach Angaben des Geschäftsführers Johannes Westermann in Trägerschaft der Krankenhäuser ein regionales Laborzentrum entstehen. „Wirtschaftlich positive Effekte sollen nicht durch Ausgliedern von Leistungen, sondern mittels Konzentration durch Kooperation entstehen“, so Westermann.

In einem ersten Schritt wurde die geeignete Rechtsform für das neue Zentrallabor erarbeitet. Unter Abwägung der gesellschafts-, steuer- und arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen wählten die Gesellschafter die Rechtsform der Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Die Gesellschafter sind der Barmherzige Brüder Trier e. V. für das Brüderkrankenhaus St. Josef und das St.-Marien-Hospital Marsberg, die St. Vincenz-Krankenhaus GmbH, Paderborn und die St. Josefs-Krankenhaus gem. GmbH in Salzkotten. Vorsitzender der Gesellschafterversammlung ist derzeit Dr. Josef Düllings, Hauptgeschäftsführer des St. Vinzenz-Krankenhauses, Stellvertretender Vorsitzender ist Bruder Rainer Hellinger, Hausoberer des Brüderkrankenhauses. Der Vorsitz der Gesellschafterversammlung wechselt jährlich. Der Sitz der B + V Laborzentrum GmbH ist in Paderborn, Husener Str. 46 a.

Ein modernes Labor erschließt Wirtschaftlichkeitsreserven durch einen hohen Automatisierungsgrad. Damit die Vielzahl der Analysen kurzfristig erstellt werden können, wurden von der B + V Analysestraßen beschafft, die mit der Labor- EDV kommunizieren. Die ermittelten Ergebnisse werden elektronisch an die Patientenakte in den jeweiligen Krankenhäusern übermittelt, eine besondere Herausforderung für die EDV-Abteilungen beider Häuser, die mit unterschiedlichen Systemen arbeiten. Per Rohrpost gelangen die Proben von den Stationen des Brüderkrankenhauses in das Zentrallabor im benachbarten Gebäude auf dem Krankenhausgelände. Die Proben aus den anderen Häusern werden per Kurier mehrmals täglich zu bestimmten Zeiten abgeholt, Sonderfahrten gehören zur Routine
 

 

B+V

Eine Million Euro investiert - 20.000 Einzelergebnisse pro Tag

Auch modernste Labortechnik funktioniert nur mit qualifizierten Mitarbeitern. Die Mitarbeiterinnen aus den Laboren der beteiligten Krankenhäuser wurden zum 1. Dezember 2006 auf die neue Gesellschaft übergeleitet. Insgesamt arbeiten für das B + V Laborzentrum 63 medizinisch-technische Assistentinnen unter der Leitung von Ursula Kalass. „Durch die Trägerstruktur und die Mitgliedschaft im Diözesan Caritasverband ist die Gesellschaft in die kirchlich-caritative Dienstgemeinschaft eingebettet. Die Rahmenbedingungen und die Gehaltsstruktur ändern sich für die Mitarbeiterinnen durch die Übernahme nicht", betont Siegfried Rörig. Geschäftsführer der B + V und Personalleiter am Brüderkrankenhaus St. Josef.
 

Die Qualität der erbrachten Leistungen steht laut Angaben der Gesellschafter für die B + V im Vordergrund. Zur Sicherung der hohen Ansprüche wurde mit der überörtlichen Gemeinschaftspraxis für Labormedizin Dres. Kuhlencord und Partner ein Kooperationsvertrag geschlossen. Dr. Kuhlencord und seine Kollegen und Kolleginnen stellen die fachärztliche Leitung des Zentrallabors sicher.

Für akute Notfälle in den Krankenhäusern stehen Geräte für die Vorortdiagnostik in den Krankenhäusern bereit. Mit diesen Geräten können in kürzester Zeit die Werte erstellt werden, die für die Notfallbehandlung erforderlich sind.

Die Gesellschafter ziehen nach den ersten drei Monaten ein positives Fazit: „Nach den ersten Anlaufschwierigkeiten, die bei der Komplexität der Veränderungen sowohl im Labor als auch für die klinischen Abteilungen, zwangsläufig waren, ist zwischenzeitlich der Routinebetrieb aufgenommen worden. Von allen Beteiligten wurde das Kooperationsprojekt ,,B + V Zentrallabor" engagiert unterstützt und für zukünftige Aufgabenstellungen gut aufgestellt.“