Orientierung geben und den Patienten gut aufnehmen

Aufnahmestation




















In der Anfang Juni eröffneten zentralen Aufnahmestation am Brüderkrankenhaus St. Josef kümmert sich ein interdisziplinäres Team aus Ärzten und Pflegenden um Notfallpatienten.

Die verantwortlichen Ärzte Dr. Kai Klössing und Dr. Ralf Kröning leiten die Station im kollegialen Teammodell. Die pflegerische Leitung für den gesamten ambulanten und stationären Bereich übernimmt Thomas Lütke-Bexten. Der für die Ambulanz zuständige Sektionsleiter Dr. Klössing erläutert die Vorteile der zentralen Aufnahmestation für Patienten, Angehörige und Rettungsdienste: „Es gibt einen klaren Aufnahmeweg. Der Patient durchläuft beim Ermitteln der korrekten Diagnose nicht verschiedene Fachabteilungen und Funktionsbereiche, wo er jedes Mal neu seine Krankengeschichte erzählen muss, sondern ein interdisziplinäres Team nimmt ihn direkt in Empfang und leitet Diagnose und Behandlung ein. Die Intimität des Patienten hat höchste Priorität, hierfür wurden ausreichend Untersuchungsräume geschaffen. Das erleichtert die Orientierung und erhöht den Komfort.“


Sein Kollege, der internistische Oberarzt Dr. Kröning, der den stationären Bereich verantwortet, ergänzt: Auch Patienten, die nicht als Notfall eingeliefert werden, sondern gehfähig sind und sich selber eingewiesen haben, haben innerhalb von kurzer Zeit die Möglichkeit, mit einem Arzt zu sprechen, der sie über die weiteren Maßnahmen aufklärt. Verlässt der Patient die zentrale Aufnahmestation nach spätestens 24 Stunden, haben wir geprüft, ob eine stationäre Aufnahme erforderlich ist, wir haben eine Erstdiagnose und eine Behandlungsplanung erstellt.“


Auch der verbesserte Informationsfluss ist Teil des Konzeptes. Angehörige werden über die Möglichkeiten der Weiterbehandlung, insbesondere über ambulante und prästationäre Verfahren informiert. Den zuweisenden Ärzten steht ein Ansprechpartner zur Verfügung.


Aufnahmestation


















In 8-monatiger Bauzeit wurde der ehemalige Verwaltungstrakt im Erdgeschoss des Brüderkrankenhauses komplett umgebaut, finanziert aus Landesfördermitteln und Eigenmitteln. Heute stehen fünf Dreibettzimmer, ein Isolierzimmer, mehrere Untersuchungszimmer und ein attraktiver Wartebereich für die Angehörigen zur Verfügung.

Der mit einer Schleusenfunktion ausgestattete Isolierbereich ist für Patienten mit entsprechendem Krankheitsbild reserviert, wie z.B. bei einem aus dem Tropenurlaub eingeschleppten Virus.

Pflegedirektor Klaus Niggemann, der das Projekt betreute, erläutert die Vorteile einer zentralisierten Aufnahmestation: „Die Patienten werden interdisziplinär erstversorgt. Ziel ist es, den Patienten von Anfang an so schnell wie medizinisch sinnvoll und vertretbar durch die einzelnen Schritte der Krankenhausbehandlung zu steuern. Einerseits wird die Qualität der medizinischen Versorgung und somit die Zufriedenheit des Patienten erhöht, und andererseits erreichen wir ein kosteneffizientes Erbringen der medizinischen Leistung.

Durch die direkte Anbindung an die Liegendanfahrt waren baulich hervorragende Bedingungen für die mögliche Realisierung vorhanden. Die Zimmer sind in Anlehnung an die Wahlleistungsstationen in hellen, fröhlichen Orange- und Blautönen gehalten. Die zentrale Aufnahmestation ist somit auch gleichzeitig die Visitenkarte unseres Hauses. Unser Ziel ist es, in den nächsten Jahren schrittweise alle Zimmer diesem aktuellen Standard anzupassen.“

Als Folgeprojekt ist bereits ein Aufnahmezentrum geplant. Die Aufnahmestation ist der erste Schritt auf dem Weg zur Etablierung eines Aufnahme- und Diagnostikzentrums für alle Patienten des Brüderkrankenhauses.