Ein Patient betritt die große Eingangshalle des Brüderkrankenhauses, in der einen Hand eine Reisetasche, in der anderen Hand den Zettel mit der Einweisung. Etwas verloren steht er vor der Informationstafel und versucht sich erst einmal zu orientieren. Da kommt eine freundlich lächelnde Dame im dunkelblauen Hosenanzug auf ihn zu und fragt ihn, ob sie ihn begleiten darf. Sichtlich erleichtert lässt er sich von ihr in das Aufnahmebüro und auf die Station bringen. Jannie Osterholz ist eine Mitarbeiterin des ehrenamtlichen Begleitdienstes im Brüderkrankenhaus St. Josef. Seit knapp einem Jahr nimmt sie Patienten und Angehörige in der Eingangshalle oder abends auch in den Ambulanzen in Empfang: „Ich habe hier früher vierzig Jahre in der Krankenpflege gearbeitet und bin froh, mich im Ruhestand weiter für die Patienten einsetzen zu können. Die Dankbarkeit, die ich zurückbekomme, ist der beste Lohn. Der Begleitdienst wird sowohl von Patienten als auch von Angehörigen so gut angenommen, dass wir zusätzliche Helfer benötigen, um diesen Service täglich anbieten zu können,“ erklärt Jannie Osterholz. Außerdem benötigt das Team noch Unterstützung, um einmal wöchentlich den Bücherwagen über die Stationen zu schieben, der die Patienten mit Lesestoff versorgt.
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Dass das Ehrenamt im Krankenhausalltag einen immer größeren Stellenwert einnimmt, bestätigt auch der stellvertretende Hausobere Elmar Marx. Die traditionell als Grüne Damen bekannten Helferinnen der Katholischen Krankenhaushilfe freuen sich aber auch über männliche Unterstützung. „Für den Begleitdienst suchen wir vor allem Männer im Alter von 30 bis 70 Jahren mit seriösem Auftreten und guten kommunikativen Fähigkeiten, die Freude daran haben, auf andere zuzugehen und Menschen Orientierung zu geben.“ Interessierte werden durch einen kurzen Ausbildungskurs auf die Aufgabe vorbereitet und anschließend in der konkreten Arbeit durch verschiedene Unterstützungsangebote begleitet. Weitere Informationen über die Arbeit und die Ausbildung von Ehrenamtlichen im Besuchs- und Begleitdienst erteilt der stellvertretende Hausobere Elmar Marx telefonisch unter der Rufnummer 05251 702-3488 oder die Leiterin der Ehrenamtlichengruppe, Cornelia Rappe 05251 702-3981.
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Foto:
Hinten von links: Elmar Marx Stellvertretender Hausoberer, Bruder Rainer Hellinger, Hausoberer des Brüderkrankenhauses St. Josef Paderborn, Roland Schmitz, Diözesanpräses der Katholischen Frauengemeinschaft Paderborn.
Vorne von links: Elisabeth Jakobsmeyer, Referentin für Katholische Krankenhaushilfe beim Diözesan-Caritasverband, die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen Elisabeth Struijk und Antonia Meilwes sowie die Leiterin der Gruppe am Brüderkrankenhaus St. Josef Corinna Rappe.
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