Rettung für die Krankenhäuser

Der politische Sparkurs im Gesundheitswesen setzt den Kliniken auch hier in der Region massiv zu. Um auf das Finanzloch von 7 Mrd. Euro aufmerksam zu machen und ein deutliches Zeichen zu setzen, haben sich rund 100 Mitarbeiter- und Mitarbeiterinnen des Bamherzigen Brüder Trier e.V., in dessen Trägerschaft sich das Brüderkrankenhaus St. Josef befindet, in Berlin versammelt. Mit 125 000 Teilnehmern handelt es sich um die größte Demonstration im Gesundheitswesen.

Brandenburger Tor

"Wir sind nach Berlin gekommen, weil schon die jetztige Situation ein Stopfen und Flicken an allen Enden bedeutet. Der letztlich Leidtragende ist der Patient, dem es an Zuwendung und Aufklärung fehlt", erläutert Pfleger Ludger Hillemeyer, Vorsitzender der Mitarbeitervertretung am Brüderkrankenhaus die Motivation der Gruppe, sich in Berlin zu engagieren.

Seit Monaten erkennt die Politik die finanziell angespannte Lage der Krankenhäuser an. Und doch sind die bisher getroffenen Maßnahmen nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Dr. Martin Meyer, Kaufmännischer Direktor des Brüderkrankenhauses, betont den Handlungsbedarf: "Die zugesagten 3 Mrd. Euro sind bestenfalls ein Schritt in die richtige Richtung. Entscheidend ist, dass die Deckelung aufgehoben und der gestiegene Personalbedarf anerkannt wird."

Trotz der ernsten Situation war die Stimmung während der Demonstration und der Kundgebung optimistisch. Mit Transparenten, Reden und Aktionen, die den drohenden Niedergang der Krankenhäuser symbolisierten, drückten alle Betroffenen ihre Sorge um die Zukunft der Krankenhäuser aus und warben vor allem um einen diffenzierten Blick auf den medizinischen Alltag, den man nur schwer in Zahlen abbilden kann.
"Ich glaube die Fahrt nach Berlin hat sich gelohnt. Wir haben deen Menschen in ganz Deutschland heute gezeigt, wie es um unser Gesundheitssystem steht. Wer jetzt nicht aufwacht, verspielt die Zukunft unserer medizinischen Versorgung.", resümiert Pfleger Ludger.

Yvonne Antoine
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