Sportliche Höchstleistung nach Hüft-Operation

Bereits drei Monate nach einer Operation am rechten Hüftgelenk bewältigte der 63jährige Wanderfreund Willi Nietmann wieder seinen ersten Marathon. In nur knapp sieben Stunden absolvierte er die gut 42km lange Strecke, die zudem mehr als 1000 Höhenmeter aufwies.

Am höchsten Punkt angelangt

Wenn die Gelenke im Alter nicht mehr mitspielen, ist zumeist die größte Sorge, dass man immobil wird und sein gewohntes Leben sowie seine Freizeitaktivitäten einschränken muss. Auch Willi Nietmann fürchtete um sein neugewonnenes Hobby, als die ersten Schmerzen in der Hüfte auftraten. Seit vier Jahren hatte sich der Pensionär dem Wandern verschrieben und seine Leistungen schnell auf höchstes Niveau gesteigert. Neben verschiedenen Trainingsettappen absolvierte Nietmann regelmäßig die gut 42km langen Marathonstrecken des Deutschen Volkssportverbandes (DVV) mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden.

„Mit Sport hatte ich bis dahin nichts am Hut. Ich hätte nie damit gerechnet, dass ausgerechnet ein Gelenk schlapp machen würden“, erklärt der Pensionär. Ein gutes Jahr lebte er mit stärker werdenden Schmerzen, bis er von einem Freund den Tipp erhielt, sich bei Prof. Dr. Norbert Lindner im Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn vorzustellen. Schnell stand fest, dass eine Operationsmethode nach dem britischen Arzt McMinn für Nietmann in Frage käme. Dabei wird der Hüftkopf nicht abgetrennt, sondern ähnlich eines Zahnes mit einer Kappe überkront. Bei diesem minimalinvasiven Eingriff können die Beweglichkeit schnell wieder hergestellt und Schmerzen sowie langwierige Rehabilitationsmaßnahmen umgangen werden.

 

Schnell wieder mobil wurde Nietmann dank der kompetenten Hilfe von Chefarzt Dr. med. Lindnder und dem Physiotherapeuten Klaus Niggemeier
"Ich bin fröhlich lächelnd gekommen und so bin ich auch wieder gegangen. Schmerzen hatte ich nach der Operation keine“, erläutert Nietmann seinen Genesungsprozess. Oberstes Ziel nach dem Eingriff ist es, den Patienten schnell wieder auf die Beine zu bringen. Somit beginnt die Rehabilitation bereits am Tag nach der OP, wenn die Physiotherapeuten des Gesundheitszentrums am Patientenbett die ersten Bewegungsübungen anleiten. Eine Entlassung konnte so schon nach einer Woche realisiert werden. Bei der weiteren Behandlung entschied sich Nietmann für die ambulante Reha im Brüderkrankenhaus St. Josef.

„Die hatte den Vorteil, dass die Maßnahmen optimal auf meine Bedürfnisse abgestimmt waren und ich meinen Alltag wie gewohnt weiter leben konnte.“ Dazu gehörte für den Sportler Nietmann auch, dass er umgehend wieder die Wanderschuhe anzog und mit dem Training für die bevorstehende Saison begann. Diese startete sogleich mit einer sportlichen Höchstleistung. Nur drei Monate nach der Hüftoperation bezwang Nietmann in nur sieben Stunden die Marathonstrecke, die ihn auf 672 Meter Höhe führte. Erschöpft aber glücklich blickte Nietmann auf die absolvierte Strecke zurück. Heute ist er sich sicher, dass man auch wenn die Gelenke nicht mehr ganz so fit sind, noch viel erreichen kann.

Yvonne Antoine
Unternehmenskommunikation
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