Es kommen alle in der Hämatologie und Onkologie verfügbaren Chemo- bzw. Immuntherapieverfahren zum Einsatz. Ausgenommen ist hiervon die Transplantation von Blutstammzellen, die nicht im Brüderkrankenhaus direkt sondern in Kooperation mit der Universitätsklinik Göttingen angeboten wird. Da jedoch der Chefarzt der Klinik, Dr. Tobias Gaska, über umfangreiche Erfahrungen im Bereich der Stammzell-Transplantation verfügt, ist mittelfristig geplant, die autologe Stammzell-Transplantation am Brüderkrankenhaus zu etablieren.
Im Rahmen der hämato-onkologischen Betreuung unserer Patienten sind u.a. folgende Angebote möglich:
- spezielle hämato-onkologische Diagnostik mit zytologischen Untersuchungen von Blut und Knochenmark sowie Körperflüssigkeiten
- Ultraschallgeführte Organpunktionen
- palliativ supportive Therapiemaßnahmen wie Entlastungspunktionen von Körperhöhlenergüssen
- Implantation von zentral-venösen Kathetersystemen
- Substitution von Blutprodukten
- Schmerztherapie
- Psychoonkologie
Eine besonders enge Kooperation im Haus besteht
- mit der Klinik für Strahlentherapie, insbesondere im Rahmen von strahlentherapeutischen Konzepten sowie im Rahmen des Westdeutschen Darmzentrums,
- mit den chirurgischen Abteilungen unseres Hauses
- sowie im Rahmen der Behandlung von Bronchial-Karzinomen mit der Klinik für Thoraxchirurgie und der Klinik für Innere Medizin im Rahmen des Lungenzentrums.
Eine externe Kooperation besteht
- im Rahmen von Behandlungen von Brustkrebserkrankungen mit dem hiesigen Brustzentrum, St. Vincenz Krankenhaus, Paderborn, Klinik für Gynäkologie, Dr. Meinerz.
- im Rahmen von Stammzell-Transplantationen mit der Universitätsklinik Göttingen, Abteilung für Hämatologie und Onkologie, Direktor Prof. Dr. Trümper.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Teilnahme an nationalen und internationalen Therapiestudien. Insbesondere die Therapie akuter und chronischer Leukämien, des M. Hodgkin sowie der indolenten und aggressiven Lymphome erfolgt wann immer möglich im Rahmen der von den entsprechenden Kompetenznetzen (
Kompetenznetz Leukämie,
Kompetenznetz Lymphome) unterstützten multizentrischen Studien.