Was muss ich bei und nach einer Polypenabtragung beachten?

Da ein Polyp (gutartiges Geschwulst) auch einmal bösartig werden kann, wird er über das Endoskop mit einer Schlinge eingefangen und mit Hilfe von elektrischem Strom abgetragen (Polypektomie).

In den allermeisten Fällen kann dieser Polyp während der Untersuchung geborgen werden und im Anschluss zur feingeweblichen Untersuchung (Histologie) eingeschickt werden.

Unter Umständen kann es an der Abtragungsstelle zu Nachblutungen oder zu lokalen Reizungen des Bauchfells verbunden mit Schmerzen kommen.

Deshalb sollten Sie 24 Stunden nach der Untersuchung

  • auf leichte Kost achten, die den Stuhl weich hält
  • kein Zäpfchen, keinen Einlauf, kein Klystier verabreichen
  • im After kein Fieber messen
  • sich keinen großen körperlichen Anstrengungen aussetzen


und in den acht Tagen nach der Untersuchung zusätzlich

  • kein ASS (Aspirin) einnehmen (nach Absprache mit dem Arzt)
  • den Stuhl auf Blut beobachten

 

Kleine Blutablagerungen sind kein Grund zur Besorgnis.

 

Bitte kommen Sie jedoch unverzüglich ins Krankenhaus, wenn

  • sich größere Blutablagerungen im Stuhl finden
  • der Stuhl schwarz ist (Teerstuhl)
  • sehr starke Bauchschmerzen auftreten


Dabei ist es für den zuständigen Arzt hilfreich zu wissen, an welchen Stellen Polypen abgetragen wurden.

Ihrem Hausarzt geht in den kommenden Tagen ein Brief zu, in dem wir das Ergebnis der Histologie mitteilen und Ihnen einen Zeitpunkt für eventuelle Nachuntersuchungen empfehlen.

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