Viele Patienten werden routinemäßig nach größeren Eingriffen für einige Stunden „nachbeatmet“, bis sich ihre Herz-Kreislauf-Funktion stabilisiert hat und die Körpertemperatur wieder normal ist. Wir versuchen stets, diese Phase so kurz wie möglich zu halten. Manchmal kann jedoch auch eine längerfristige Beatmung notwendig werden, z.B. nach schweren Kopfverletzungen oder bei chronischen Lungenerkrankungen. Hier wird meist ein „künstliches Koma“ erzeugt, um unnötigen Streß für den Patienten zu vermeiden.
Der technische Aufwand auf Intensivstationen ist meist sehr hoch. Die Geräte wie z.B. das Beatmungsgerät unterstützen die lebenswichtigen Funktionen des Menschen. Monitore überwachen den Patienten, um rechtzeitig Störungen von Herz-Kreislauf und Sauerstoffversorgung erkennen zu lassen. Das häufig als unangenehm empfundene Piepen und die Alarme bedeuten nicht unbedingt, daß etwas Schlimmes passiert ist.
Häufig ist dies nicht eindeutig festzustellen. Dies sollte Sie jedoch nicht entmutigen, mit Ihrem Angehörigen zu sprechen und ihn zu berühren. Meist sind Wahrnehmungen, auch unbewußt, vorhanden. Tun Sie ruhig alles, was ihn spüren läßt, daß er nicht alleine ist.
Wache Patienten können sich äußern. Bewußtlose Patienten zeigen indirekte Zeichen,
an denen wir uns orientieren.
Nach längerer Bewußtlosigkeit fällt es vielen Patienten zunächst sehr schwer, sich zu orientieren. Die Umgebung erscheint ihnen fremd und bedrohlich. Selten kann dies bis zum Verlust jeglicher Orientierung führen. Dieser Zustand dauert aber im allgemeinen nur kurz an.